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Edelstahl 1.4301 und 1.4571 unter dem Schmiedehammer

vor 2 Stunden
2 Min. Lesezeit

Zwei silberne Werkstücke können fast gleich aussehen und sich im Einsatz trotzdem unterscheiden. Bei Extra Forge schmieden wir auch die nichtrostenden Stähle 1.4301 und 1.4571. Schon wenige Prozent Legierungselemente beeinflussen, für welche Bauteile ein Werkstoff geeignet ist.


Der entscheidende Unterschied: wann 1.4301, wann 1.4571?


1.4301 ist eine vielseitige Wahl für weniger aggressive Umgebungen, wenn Medium und Reinigung es zulassen. Zusätzliche Legierungsbestandteile sind dann nicht automatisch wirtschaftlich sinnvoll. 1.4571 kommt infrage, wenn die verbesserte Beständigkeit gegen chloridbedingte lokale Korrosion oder die Titanstabilisierung gegen interkristalline Korrosion benötigt wird. Er ist nicht automatisch fester oder für jede Chemikalie und Meerwasser geeignet.


Warmschmieden bei Extra Forge

Die Aufnahme zeigt den Schmiedeprozess; die konkrete Stahlsorte ist nicht bestimmt.


Was Knetmasse erklärt


Kalte Knetmasse lässt sich schwer formen, in warmen Händen wird sie geschmeidiger. Dieses Bild hilft, das Warmschmieden zu verstehen: Erwärmter Stahl fließt unter Druck in die Gesenkform, bleibt dabei jedoch fest. Temperatur, Umformgeschwindigkeit, Geometrie und Werkstoffzustand müssen zusammenpassen. Der Vergleich bedeutet nicht, dass einer der beiden Stähle immer weich und der andere hart ist.


Was steckt im Werkstoff?


Beide Stähle sind austenitisch. 1.4301 wird üblicherweise AISI 304 oder X5CrNi18-10 genannt; 1.4571 entspricht der gebräuchlichen Bezeichnung AISI 316Ti beziehungsweise X6CrNiMoTi17-12-2.


Ausgewähltes Element

1.4301

1.4571

Chrom Cr

17,5–19,5 %

16,5–18,5 %

Nickel Ni

8,0–10,5 %

10,5–13,5 %

Molybdän Mo

Nicht vorgeschrieben

2,0–2,5 %

Titan Ti

Nicht vorgeschrieben

Mindestens 5 × C; höchstens 0,70 %

Kohlenstoff C

Höchstens 0,07 %

Höchstens 0,08 %

Eisen Fe

Rest

Rest


Massenanteile ausgewählter Elemente gemäß den herangezogenen Datenblättern zu DIN EN 10088-3. Nicht vorgeschrieben bedeutet nicht garantiert null. Die tatsächliche Chargenzusammensetzung steht im Werkstoffzeugnis.


Kleine Zusätze, unterschiedliche Aufgaben


Chrom ermöglicht die schützende Passivschicht, Nickel stabilisiert das austenitische Gefüge. Molybdän verbessert bei 1.4571 die Beständigkeit gegen Loch- und Spaltkorrosion in chloridhaltigen Umgebungen. Titan bindet Kohlenstoff in Karbiden und hilft, interkristalline Korrosion zu begrenzen. 316Ti ist somit titanstabilisierter Edelstahl, kein Titanwerkstoff.


Welcher Stahl passt zum Bauteil?


1.4301 ist in der Lebensmitteltechnik und im allgemeinen Maschinenbau verbreitet. 1.4571 kann für anspruchsvolle Prozessanlagen, Ventile und Flansche geeigneter sein, wenn zusätzliche Korrosionsbeständigkeit gefragt ist. Auch dieser Stahl hat Grenzen, insbesondere in Salzwasser.


Interessant: Die zugrunde gelegten Werkstoffdatenblätter nennen für beide Stähle bei Raumtemperatur im lösungsgeglühten Zustand bis 160 mm Durchmesser eine Zugfestigkeit von 500–700 MPa. Entscheidend sind also nicht nur Festigkeit, sondern auch Medium, Einsatztemperatur, Belastung und Endbearbeitung. Diese Werte sind keine zugesicherten Eigenschaften jedes Schmiedeteils.



Typische Anwendungen nach Branche


  • Lebensmittel- und Getränkeindustrie: 1.4301 für Halterungen, Anschlüsse und Anlagenkomponenten in geeigneten Umgebungen; 1.4571 prüfen, wenn Produkt oder Reinigungschemie höhere Korrosionsbeständigkeit erfordern.

  • Maschinenbau: 1.4301 für allgemeine Maschinen- und Verbindungsteile; 1.4571 bei aggressiveren Prozessmedien.

  • Chemie- und Prozessindustrie: 1.4571 für Ventil-, Pumpen- und Rohrleitungskomponenten erwägen, nach Prüfung von Medium, Konzentration und Temperatur.

  • Geschweißte oder thermisch beanspruchte Baugruppen: Titanstabilisierung kann für 1.4571 sprechen; Schweißverfahren, Wärmebehandlung und Oberfläche bleiben entscheidend.


Sie suchen einen Lieferanten für Edelstahlschmiedeteile? Senden Sie Extra Forge Zeichnung, Jahresmenge, Medium, Einsatztemperatur und Anforderungen an die Endbearbeitung. Wir prüfen die Schmiedbarkeit Ihres Bauteils in 1.4301 oder 1.4571.


 
 
 

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Die Investition wurde für eine Kofinanzierung im Rahmen der öffentlichen Ausschreibung „Förderung der digitalen Transformation von KMU (P4D 2025)“ ausgewählt. Die Operation wird teilweise von der Europäischen Union aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung sowie aus dem Haushalt der Republik Slowenien finanziert. Das Vorhaben heißt „Digitalisierung der Geschäfts- und Produktionsprozesse von Extra Forge d.o.o.“ und fokussiert Industrie 4.0, den Ausbau digitaler Kompetenzen der Mitarbeitenden, Cybersicherheit, Kundenerlebnis, Datenstrategie und digitale Geschäftsmodelle. Ziel ist die digitale Transformation von Extra Forge d.o.o. durch die Neugestaltung der Website, den Aufbau eines Kundenportals, den Ausbau der Serverinfrastruktur, eine Softwarelösung für Einkauf und Lagerverwaltung, Backup-Software, Software für digitale Arbeitsaufträge, QR-Scanner für Lager und Produktion, Sensoren zur Datenerfassung aus der Produktion, einen 3D-Scanner für die Qualitätskontrolle, den Ausbau digitaler Kompetenzen der Mitarbeitenden und die Verbesserung der Cybersicherheit. Durch das Projekt optimiert Extra Forge d.o.o. seine Geschäfts- und Produktionsprozesse, steigert die Wertschöpfung pro Mitarbeitenden und stärkt seine Wettbewerbsfähigkeit. Die Projektlaufzeit ist vom 01. April 2025 bis 20. Februar 2026. Der Gesamtwert des Projekts beträgt EUR 210.460,82. Die EU-Kofinanzierung beträgt EUR 100.000,00. Die Investition wird von der Republik Slowenien und der Europäischen Union kofinanziert. https://evropskasredstva.si/

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Im Rahmen der Ausschreibung P2 erhielt das Unternehmen Fördermittel in Höhe von EUR 54.000,00 zur Umsetzung eines Projekts zur Entwicklung einer innovativen Dienstleistung: Hybrid-Tiefhohl-Schmieden (Klein- bis Mittelserien) von Stahl- und Aluminiumbauteilen. Damit wurde die Einführung des innovativen Unternehmens Extra Forge d.o.o. unterstützt. Im Projekt wurden die ersten Werkzeuge für Kunden gefertigt und die ersten Schmiedeteile an Kunden im Ausland geliefert. Während der Projektlaufzeit erhöhte das Unternehmen die Mitarbeiterzahl mithilfe von EU- und slowenischen Fördermitteln von 1 auf 13. Die Mittel wurden vor allem für die Entwicklung einer funktionsfähigen Lösung durch Forschung und Entwicklung sowie für den Start der Kommerzialisierung eingesetzt. Die Investition wird von der Republik Slowenien und der Europäischen Union aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung kofinanziert. https://www.eu-skladi.si/

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