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Schmieden im Wandel der Zeit: Vom Feuer und Hammer zum Roboter

vor 15 Stunden
4 Min. Lesezeit
Restauriertes Familienarchivfoto aus den frühen Anfängen der Schmiedetradition von Extra Forge

Kurz zusammengefasst

Seit Jahrtausenden prägt das Schmieden, wie Menschen arbeiten, reisen, bauen und produzieren. Vom Schmied, der Hufeisen und Werkzeuge herstellte, bis zu heutigen Stahl- und Aluminiumschmiedeteilen für Fahrzeuge, Flugzeuge, Maschinen und Infrastruktur bleibt das Grundprinzip gleich: Wärme, Kraft, Werkstoffwissen und Timing. Extra Forge führt diese Tradition in dritter Generation fort – aus einer Familiengeschichte, die 1959 begann.


Bevor es Autos, Flugzeuge, moderne Brücken, Industriemaschinen oder Roboter gab, gab es Schmiede.

Seit Jahrtausenden formen Menschen Metall mit Wärme, Kraft und Können. Die Werkzeuge änderten sich, Maschinen wurden größer und die Kräfte gewaltig. Heute verbindet modernes Schmieden industrielle Hämmer und Pressen, kontrollierte Erwärmung, Präzisionswerkzeuge, digitale Messtechnik und zunehmend Automatisierung.

Bei Extra Forge kennen wir diese Geschichte nicht nur aus Büchern. Sie ist Teil unserer Familiengeschichte.

Metall erwärmen. Kraft anwenden. Den Werkstoff kontrollieren. Etwas schaffen, das Bestand hat.

Die ersten Schmiede veränderten die Welt

Es gab keinen einzelnen Moment, in dem der erste Schmied der Welt erschien. Metallverarbeitung entwickelte sich über Jahrtausende in verschiedenen Kulturen. Entscheidend war die Erkenntnis, dass sich Metall erwärmen und im festen Zustand plastisch formen lässt.

Mit Feuer, Hammer, Amboss und Zange entstanden bessere Werkzeuge, landwirtschaftliche Geräte, Waffen und Bauteile. Feuer. Hammer. Amboss. Zange. Die Technologie hat sich radikal verändert – das Grundprinzip kaum.

Bevor es Sensoren gab, war der Schmied selbst der Sensor

Ein historischer Schmied brauchte weit mehr als Muskelkraft. Ohne digitale Temperaturmessung las er die Farbe des glühenden Metalls. Ohne Prozessüberwachung hörte er auf den Klang des Schlages und spürte, wie sich der Werkstoff bewegte.

Es war Metallurgie, gelernt durch Erfahrung. Moderne Schmiedeprozesse sind messbarer und kontrollierter, doch Werkstoffverständnis und menschliches Urteilsvermögen bleiben wichtig.

Vom Hufeisen zu einer Welt in Bewegung

Jahrhundertelang war das Hufeisen eines der bekanntesten Produkte des Schmieds. Das Pferd war Transportmittel und Arbeitskraft – und der Schmied half, es in Bewegung zu halten.

Dann kamen Motoren, Autos, Lastwagen und Flugzeuge. Infrastruktur wurde größer und komplexer. Die Bauteile änderten sich, geschmiedetes Metall blieb jedoch wesentlich.

Heute arbeiten Schmiedeteile in Fahrzeugen, Flugzeugen, Industrie- und Landmaschinen, Hebetechnik, Energiesystemen und anspruchsvoller Infrastruktur. Geschmiedete Legierungen werden auch für ausgewählte medizinische Implantate eingesetzt.

Vom Hufeisen bis zu Schmiedeteilen in Autos, Flugzeugen und Maschinen: Schmieden hilft seit Jahrhunderten, die Welt in Bewegung zu halten.

Von Muskelkraft zu industrieller Leistung

Lange war die verfügbare Schmiedekraft durch den Menschen begrenzt. Wasserkraft, später Dampf und schließlich mechanische, pneumatische und hydraulische Maschinen vergrößerten die möglichen Kräfte und Bauteilgrößen grundlegend.

Der Hammer des Schmieds wurde zur Maschine. Das Schmieden verschwand nicht – seine Möglichkeiten vervielfachten sich.

1959: Für uns wird die Geschichte persönlich

Die Geschichte von Extra Forge begann nicht 2021. Unsere familiäre Schmiedetradition reicht bis 1959 zurück, als unser Großvater seinen Weg im Schmiedehandwerk begann.

Um 1970 wurde auch das Aluminiumschmieden in Slowenien Teil seiner Arbeit. Maschinen, Prozessüberwachung und verfügbares Wissen sahen damals völlig anders aus als heute. Dieses praktische Wissen wurde von Generation zu Generation weitergegeben. Heute sind wir die dritte Generation.

2021 war ein neues Kapitel – nicht Seite eins. Maschinen kann man kaufen und Hallen bauen. Das Verständnis dafür, wie sich Metall unter Wärme und Kraft verhält, entsteht über Jahre und manchmal über Generationen.



Historisches Gruppenfoto aus dem Familienarchiv der Schmiedetradition von Extra Forge

Stahl und Aluminium: zwei unterschiedliche Welten des Schmiedens

Heute gehören Stahl- und Aluminiumschmieden zu unseren Kernkompetenzen. Das Grundprinzip ist verwandt, die Werkstoffe verhalten sich jedoch unterschiedlich.

Stahl ist dort gefragt, wo Festigkeit, Zähigkeit und hohe Belastungen entscheidend sind. Aluminium verbindet geringe Dichte mit attraktiven mechanischen Eigenschaften und ist besonders interessant, wenn Gewicht reduziert werden soll. Beide Werkstoffe verlangen eigene Temperaturen, Prozessfenster, Werkzeugkonzepte und metallurgisches Verständnis.

Warmgeschmiedeter Stahl bei Extra Forge in Slowenien
Aluminiumschmieden bei Extra Forge in Slowenien

Die Schmiede hat sich verändert. Die Physik nicht.

Eine moderne Schmiede sieht völlig anders aus als eine Werkstatt vor zweihundert Jahren. Industrielle Hämmer und Pressen, kontrollierte und induktive Erwärmung, Präzisionswerkzeuge, CNC-Bearbeitung, Messtechnik, Absaugung, Maschinenschutz, digitale Prozesskontrolle und Automatisierung gehören heute dazu.

Doch Schmieden bleibt Schwerindustrie: Hitze, Lärm, Vibrationen, schwere Maschinen, enorme Kräfte und heißes Metall. Technik kann Exposition reduzieren, Sicherheit erhöhen und Prozesse stabilisieren. Die Physik kann sie nicht abschaffen.

Hinter jedem Schmiedeteil stehen Menschen

Das ist vielleicht der wichtigste Teil der Geschichte. Maschinen und Roboter sind beeindruckend, aber eine Schmiede hängt weiterhin von Menschen und Wissen ab.

Bediener müssen Temperatur, Positionierung, Schmierung, Werkzeuge, Verschleiß, Werkstoffverhalten und Prozessdisziplin verstehen. Erfahrene Fachkräfte hören oder sehen manchmal eine Veränderung, bevor sie in einem Messbericht sichtbar wird.

Diese Menschen gehören zu dem unsichtbaren Netzwerk, das die moderne Welt am Laufen hält. Vielleicht sehen sie nie das Fahrzeug, Flugzeug, die Maschine oder Infrastruktur, in der ihr Bauteil arbeitet. Ihre Arbeit steckt trotzdem darin.

Automatisierung kann Bewegungen ersetzen. Sie ersetzt kein Verständnis. Hinter vielem, was unsere Welt bewegt, hebt, trägt, baut und verbindet, musste zuerst jemand das Metall formen.
Fachkräfte in der modernen Schmiedeproduktion bei Extra Forge

Von der Zange zum Roboter

Die Entwicklung des Schmiedens ist fast eine Kurzgeschichte der Industrie: menschlicher Arm, Wasserhammer, Dampfhammer, mechanische und hydraulische Maschinen, kontrollierte Erwärmung, Präzisionswerkzeuge, digitale Messtechnik, Sensoren, Robotik und Automatisierung.

Jede Generation beseitigte bestimmte physische Grenzen. Keine beseitigte die Notwendigkeit, den Werkstoff zu verstehen.

Warum schmieden wir heute noch?

Heute stehen Zerspanung, Gießen, additive Fertigung und viele weitere Verfahren zur Verfügung. Schmieden bleibt wichtig, weil es mehr tut, als nur eine Geometrie zu erzeugen.

Bei einem korrekt ausgelegten Schmiedeprozess wird Metall unter Druck plastisch verformt. Werkstofffluss und Prozessführung können zu Festigkeit, Zuverlässigkeit und Wiederholbarkeit hoch belasteter Bauteile beitragen. Modernes Schmieden verbindet damit uralte physikalische Prinzipien mit moderner Ingenieurkontrolle.

Von 1959 bis heute: Kontinuität statt Nostalgie

1959 – Beginn unserer familiären Schmiedegeschichte. Um 1970 – Aluminiumschmieden wird Teil dieser Erfahrung in Slowenien. 2021 – Extra Forge d.o.o. eröffnet ein neues Kapitel. Heute – die dritte Generation schmiedet Stahl und Aluminium und verbindet dieses Wissen mit Digitalisierung, Automatisierung und neuer Fertigungstechnologie.

Wir respektieren die Vergangenheit. Tradition ist für uns aber nur dann wertvoll, wenn sie hilft, die Zukunft zu bauen.

Forging the Future

Seit Jahrtausenden helfen Menschen, die Metall formen, der Gesellschaft zu bauen, zu reisen und Fortschritt zu schaffen. Vom Hufeisen unter einem Arbeitspferd bis zu Schmiedeteilen in modernen Fahrzeugen, Flugzeugen, Maschinen und Infrastruktur hat sich der Maßstab enorm verändert.

Eines blieb: Hinter der Technologie stehen Menschen – Menschen, die Hitze, Kraft und Metall verstehen und deren Arbeit häufig unsichtbar bleibt, obwohl moderne Industrie auf ihr aufbaut.

Unsere Familie ist seit 1959 Teil dieser Geschichte. Heute führen wir sie in dritter Generation mit Stahl und Aluminium fort – mit Blick auf das, was als Nächstes kommt.

Moderne Produktionshalle von Extra Forge mit Schmiedemaschinen in Slowenien
Extra Forge — Forging the Future.
 
 
 

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Im Rahmen der Ausschreibung P2 erhielt das Unternehmen Fördermittel in Höhe von EUR 54.000,00 zur Umsetzung eines Projekts zur Entwicklung einer innovativen Dienstleistung: Hybrid-Tiefhohl-Schmieden (Klein- bis Mittelserien) von Stahl- und Aluminiumbauteilen. Damit wurde die Einführung des innovativen Unternehmens Extra Forge d.o.o. unterstützt. Im Projekt wurden die ersten Werkzeuge für Kunden gefertigt und die ersten Schmiedeteile an Kunden im Ausland geliefert. Während der Projektlaufzeit erhöhte das Unternehmen die Mitarbeiterzahl mithilfe von EU- und slowenischen Fördermitteln von 1 auf 13. Die Mittel wurden vor allem für die Entwicklung einer funktionsfähigen Lösung durch Forschung und Entwicklung sowie für den Start der Kommerzialisierung eingesetzt. Die Investition wird von der Republik Slowenien und der Europäischen Union aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung kofinanziert. https://www.eu-skladi.si/

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